Trendwende: Wird Mode musikalischer?

Wenn die elektronische Musik dem Hardrock in einem hinterher ist, dann sind es T-Shirts. Von jeder Heavy Metal-Band gibt es einen Kleiderschrank davon. Popmusik und Elektronik hinken ein gehöriges Stück hinterher.

Mode für Musikliebhaber

Das wird sich aber bald ändern, denn große Labels wie H&M haben eine Trendwende eingeläutet. In den Geschäften des Modehauses gibt es für Justin Bieber-Fans sogar schon eine ganze Kollektion schicker und günstiger Shirts.

Sofern die Justin Bieber Serie zum Erfolg wird, sollen noch viele andere Stars folgen. Auch DJs wie The Chainsmokers verhandeln schon.

Vorlage für einen neuen Modetrend?

„Der Modetrend kann weit über die Interessen von Hardcore-Fans hinausgehen“, meint Modedesigner Manuel Fritz. „Da die Kleidung stylish und alltagstauglich ist, ohne den Künstler zu sehr in den Mittelpunkt des Modeproduktes zu stellen, werden auch Konsumenten angesprochen, die sich sonst kein Fan-Shirt gekauft hätten“.

Der Trend zeigt sich auch bei großen T-Shirt Produzenten, wie zum Beispiel Spreadshirt. Eine große Auswahl an Designs wird dort von der Musik und den aktuellen Tophits inspiriert.

Vorsicht Falle: das Markenrecht

Ein großes Problem ist bei den T-Shirt-Druckern aber das Markenrecht. Während man als Fan problemlos ein Bandmotiv gestalten und für eigene Shirts verwenden kann, sieht die Rechtslage beim Verkauf von Shirts ganz anders aus. Viele Designs werden deshalb von Spreadshirt & Co. gesperrt, bevor ein Rechtsanwalt die Markenrechtsverletzung teuer werden lässt.

Wie schnell das Markenrecht teuer werden kann, musste H&M auch erfahren. Obwohl H&M die Rechte an den Motiven seitens Justin Bieber hat. Die Sportmarke Stadium hat H&M trotzdem wegen Markenrechtsverletzung verklagt. Das Logo der Stadium-Tour wäre zu ähnlich und würde zu Verwechslungen mit dem Kleidungslabel führen.

Das letzte Wort in dieser Sache ist noch nicht gesprochen. Das hat in diesem Fall der Richter. Dennoch ist klar: Wenn Stadium Recht bekommt und H&M den Kürzeren zieht, werden sich viele Anbieter überlegen, ob der Modetrend das Risiko wert ist.